Aus seiner eigenen Küche

Berns Westen ist in der städtischen und kantonalen Politik zweifellos unterrepräsentiert. Allerdings sollte bei der von Thomas Fuchs (SVP) geäusserten Kritik im Artikel nicht vergessen werden, dass viele Probleme des Stadtteils aus seiner eigenen Küche beziehungsweise seiner Partei stammen. Bei der Kürzung der Beiträge an die Gemeinwesenarbeit durch den Kanton letztes Jahr war Grossrat Fuchs federführend. Dies war für die Quartierzentren und das soziale Gefüge im Stadtteil schlicht Existenz bedrohend. Erst der Einsatz der SP-Fraktion im Stadtrat, welche sich im Quartier ein Bild der Situation gemacht hatte, konnte den Kahlschlag diesen Monat im letzten Moment verhindern. Auch die Kürzung der Sozialhilfe im Grossen Rat wurde durch die SVP angestossen. Da die meisten stadtberner Sozialhilfebezüger in Bümpliz/Bethlehem wohnen, sind auch hier die Folgen absehbar. Und zu guter Letzt wurde der Kredit für das neue Schulhaus Brünnen durch die SVP-Fraktion (erfolglos) bekämpft. Ein Bauprojekt, das nach ausführlicher Berücksichtigung der Anliegen der umliegenden Quartiere und der Quartierkommission breite Unterstützung geniesst - und nun nach dem Feuer im Gäbelbachschulhaus dringender benötigt wird denn je.

 

Es wäre zu wünschen, SVP und bürgerliche Parteien würden sich mehr um das Quartier und seine Menschen sorgen, als auf politischen Nebenschauplätzen wie Hüttendorfzonen billige Polemik zu betreiben.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0